1. Regelmäßige Ausgleichsbewegung
Dr. Sander hob hervor wie wichtig Bewegung für die mentale Gesundheit ist. Regelmäßige körperliche Aktivität, wie Spaziergänge, Yoga oder Schwimmen trägt dazu bei Stress abzubauen und die Stimmung zu heben. Schon 30 Minuten Bewegung am Tag können die Ausschüttung von Endorphinen fördern und depressive Verstimmungen lindern. Wichtig sei eine Bewegungsform zu wählen die Freude bereitet, damit sie langfristig in den Alltag integriert werden kann.
2. Gesunder und erholsamer Schlaf
Ein guter Schlaf ist essenziell für die mentale und körperliche Regeneration. Dr. Sander empfahl feste Schlafenszeiten und das Vermeiden von Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen. Eine ruhige, dunkle und kühle Schlafumgebung hilft, die Qualität des Schlafs zu verbessern. Schlafstörungen können langfristig zu psychischen Problemen führen, daher sei es wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um den Schlaf zu fördern.
3. Rituale und Rhythmen im Alltag pflegen
Rituale und ein strukturierter Tagesablauf geben Halt und fördern die psychische Stabilität. Ob das morgendliche Zeitunglesen, eine tägliche Meditation oder ein Spaziergang nach dem Abendessen – Rituale schaffen Verlässlichkeit und reduzieren Stress. Dr. Sander betonte, dass Rituale besonders in unruhigen Lebensphasen helfen können das innere Gleichgewicht zu wahren.
4. Regelmäßige und ausgewogene Ernährung
Eine gesunde Ernährung hat einen enormen Einfluss auf die mentale Gesundheit. Dr. Sander riet dazu, auf frische, unverarbeitete Lebensmittel zu setzen und den Konsum von Zucker und Transfetten zu minimieren. Bestimmte Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch und Nüssen enthalten sind, fördern die Gehirnfunktion und können Depressionen vorbeugen. Auch ausreichend Wasser zu trinken sei entscheidend für die kognitive Leistung und das allgemeine Wohlbefinden.
5. Rauchverzicht und Vermeidung von Alkohol
Dr. Sander sprach offen über die negativen Auswirkungen von Rauchen und Alkoholkonsum auf die mentale und körperliche Gesundheit. Rauchen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die eng mit psychischen Erkrankungen verknüpft sind, während übermäßiger Alkoholkonsum oft depressive Verstimmungen verstärkt. Allerdings kann der maßvolle Konsum von Alkohol in guter Gesellschaft sehr schöne Momente schaffen, die die Lebensqualität steigern. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf "Maßhaltung“. Dr. Sander selbst genießt gelegentlich ein gutes Hefeweizen.
6. Auf Erholungspausen achten
Regelmäßige Pausen sind entscheidend um die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Dr. Sander betonte, dass viele Menschen dazu neigen, in einem dauerhaften „Leistungsmodus“ zu verharren was langfristig zu Burnout führen kann. Er empfahl, bewusst Pausen einzulegen – sei es durch kurze Spaziergänge, Atemübungen oder einfaches Innehalten. Diese Mikro-Pausen helfen, Stress zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern.
7. Soziale Kontakte und Freundschaften pflegen
Der Austausch mit anderen Menschen ist ein Grundpfeiler für die psychische Gesundheit. Dr. Sander wies darauf hin, wie wichtig es sei soziale Kontakte aktiv zu pflegen sei es durch gemeinsame Mahlzeiten, Telefonate oder Treffen. Besonders im Alter sei es entscheidend Einsamkeit vorzubeugen und ein starkes soziales Netzwerk aufzubauen, um emotionale Unterstützung zu erhalten und selbst geben zu können.
8. Entspannung und Achtsamkeit üben
Techniken wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen können helfen, Stress abzubauen und das Bewusstsein für den Moment zu schärfen. Dr. Sander lud die Teilnehmer zu einer kurzen Meditationsübung ein, bei der sie lernten, den „Autopiloten“ auszuschalten und bewusster zu leben. Diese Praxis fördert nicht nur die mentale Gesundheit, sondern verbessert auch die allgemeine Lebenszufriedenheit.
9. Hobbys und Interessen nachgehen
Einer Leidenschaft nachzugehen – sei es Malen, Musizieren, Sprachen lernen oder Lesen – ist essenziell für die seelische Ausgeglichenheit. Hobbys fördern die Kreativität, lenken von Sorgen ab und können das Selbstwertgefühl stärken. Dr. Sander motivierte die Zuhörer, neue Interessen zu entdecken oder alte Leidenschaften wieder aufleben zu lassen, um das Leben aktiv und erfüllt zu gestalten.
10. Regelmäßig an Veranstaltungen der ATV Arminia zu Tübingen teilnehmen (mit einem Augenzwinkern)
Mit einem humorvollen Abschluss erinnerte Dr. Sander daran, dass es auch wichtig ist, Spaß zu haben und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Regelmäßige Vereinsaktivitäten, wie die der ATV Arminia, bieten eine hervorragende Gelegenheit, soziale Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig für Abwechslung im Alltag zu sorgen.