Verbindung

Wer wir sind

Sportverbindung? Was ist das eigentlich genau? Hier stellen wir uns vor, beantworten eure Fragen und versuchen Vorurteile aus dem Weg zu räumen! Klickt euch einfach durch die Infos durch!
Wappen ATV

Wappen der ATV

Zirkel ATV

Zirkel der ATV


Selbstbild

Die Akademische Turnverbindung Arminia zu Tübingen ist eine nicht schlagende Sportverbindung an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Wir pflegen ausgewählte, zeitgemäße studentische Traditionen und bekennen uns zum Schwarzen Prinzip, d. h. wir verzichten auf das Tragen von Farben, führen diese aber.

Wir sehen uns als weltanschaulich, religiös und politisch neutrale, progressive und moderne Studentenverbindung.

Die ATV Arminia verbindet ihre Mitglieder in gegenseitiger Verantwortung und Unterstützung.
Als offene und tolerante Gemeinschaft stellen wir einen Verbund von Studenten und ehemaligen Studenten der Eberhard Karls Universität Tübingen dar, deren Freundschaft sich im Sport, beim Feiern und Studieren festigt und durch das Lebensbundprinzip dauerhaft Bestand hat.

Geschichte

Die ATV Arminia zu Tübingen wurde am 25. April 1887 in einem Tübinger Gasthaus (damals als Turnverein) gegründet und ist Mitglied im Akademischen Turnbund (ATB), welcher wiederum Landesturnverband des Deutschen Turner-Bundes (DTB) ist.
Während der ATB ein gemischter Dachverband ist, also einige der Mitgliedsverbindungen sowohl Männer, als auch Frauen aufnehmen, ist die ATV Arminia ein reine Männerverbindung.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, denen eine neugegründete Vereinigung in der Regel zunächst gegenübersteht, gelang es der ATV Arminia schnell, vor allem durch das Auftreten bei verschiedenen Wettkämpfen im Turngau sowie bei universitären Veranstaltungen und nicht zuletzt auch durch erfolgreiche Säbelpartien, sich im Tübinger Verbindungswesen zu etablieren.
Am 19. Juni 1917 wurde dann aus dem Turnverein die Akademische Turnverbindung Arminia.

Im Jahre 1927 bekam sie ihr erstes eigenes Heim auf dem Österberg. Die Aktivenzahl wuchs rasch auf etwa 35-40 Mitglieder an.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten musste sich die ATV 1935 mit den übriggebliebenen Mitgliedern der Verbindung Lichtenstein und Luginsland zur Kameradschaft York zusammenschließen; das Verbindungshaus ging verloren.

Im Sommersemester 1954 rekonstituierte sich die Verbindung von neuem und bezog bald darauf ihr Haus in der Hauffstraße auf dem Österberg.

Werdegang

Jeder Aktive der ATV Arminia hat stets einen bestimmten Mitgliedstatus inne. Dieser Status gibt Ausdruck über Rechte und Pflichten des Aktiven in unserer Verbindung.

Der Werdegang innerhalb der ATV Arminia gliedert sich wie folgt:
Hausgast (1. Verbindungssemester) >> Mitglied (2. Verbindungssemester) >> Bursche >> Alter Herr

Mitglied werden kann jeder männliche Student an der Universität Tübingen.

Hausgäste & Füxe
Gäste sind die Neuen auf dem Haus der Arminia. Ein Semester wird ihnen - und uns natürlich auch - die Gelegenheit gegeben uns und das Verbindungsleben kennenzulernen. Neben der Teilnahme an unseren Veranstaltungen und den Sportterminen haben sie keinerlei nennenswerte Pflichten.

Im zweiten Semester wird der Gast zum Fux. Nun muss er mit der Übernahme seines ersten Amtes beweisen, dass er nicht nur gut feiern und gewissenhaft studieren, sondern auch im Rahmen einer ihm übertragenen Aufgabe Verantwortung übernehmen kann.

Damit die Gäste/Füxe wissen, worauf sie sich einlassen, müssen sie außerdem an den Fuxenstunden teilnehmen. In diesen wird ihnen das nötige Wissen über die Arminia, unseren Dachverband ATB, Studentenverbindungen im Allgemeinen, die Uni etc. ans Herz gelegt. Nach einem Jahr kommt dann der Tag der Entscheidung: Der Fux muss sich entscheiden, ob er mit der ATV Arminia wirklich den Lebensbund eingehen will.
Denn man sollte nicht vergessen: Es ist nicht das Ziel der Arminia, ihren Aktiven ein spaßiges Studium zu ermöglichen und das war’s dann.
Unser Ziel sind Mitglieder, die sich der Gemeinschaft auch in 50 Jahren noch verbunden fühlen und sich für die aktuellen Geschehnisse interessieren.
Der Fux stellt also den Antrag auf endgültige Aufnahme und auf der feierlichen „Taufe“ bekommt der Antragssteller seinen Verbindungsnamen. Dieser ergibt sich meist aus irgendwelchen markanten Macken, Begebenheiten, Hobbies etc..

Burschen
Burschen haben innerhalb der Aktivitas alle Rechte und Pflichten.
Ansonsten ist da eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer dass es noch ein paar Unterteilungen gibt. Aktive Burschen sind Burschen ohne Wenn und Aber. Inaktive Burschen sind von den aktiven Pflichten der Verbindung weitestgehend entbunden. Dies soll gewährleisten, dass sich ein Bursche nach Erfüllung seiner Pflichten voll und ganz seinem Studium widmen kann. In der Regel kann man erst nach seinem fünften Aktivensemester inaktiv gemeldet werden. Auswärtige Burschen haben zwar in Tübingen studiert, sind aber z.B. durch einen Studienortwechsel nicht mehr vor Ort ansässig.

Alte Herren
Auf seiner Philistrierungskneipe wird ein Bursche feierlich in die Altherrenschaft aufgenommen. Diese besteht aus allen noch lebenden, ehemals Aktiven der Arminia.

Durch ihre Mitgliedsbeiträge finanzieren sie sowohl unser Haus in der Hauffstraße 16, als auch unser Aktivenleben in Form von Zuschüssen für Turnierfahrten oder unseren Veranstaltungen. Dies kann man als einen praktizierten Generationenvertrag bezeichnen. Diejenigen, die schon verdienen, unterstützen die, die noch lernen. Umgekehrt garantiert die Aktivitas durch Ihre Arbeit das Fortbestehen der Verbindung.

Organisation

Auch wir stehen in der Tradition des Vereinswesens und so haben auch wir einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter etc. p.p. Bei uns heißen sie nur anders.
Da alle Gewalt vom Convent, also der Mirgliederversammlung, ausgeht, sind die Ämter der Arminia die Exekutive. Wir unterscheiden Vorstands- und Vorstandsnebenämter. Während die Vorstandsämter für den geregelten Ablauf unserer Verbindungsangelegenheiten unabkömmlich sind, sind die Nebenämter eher von unterstützender Funktion.

Im Folgenden werden die Ämter und Ihre Aufgabenschwerpunkte kurz beschrieben.

Vorstandsämter

  • Senior (X)
    Der Senior ist der Vorsitzende der Verbindung und des Vorstands. Er ist derjenige, der letztendlich für alles seinen Kopf hinhält. Neben der Koordination der weiteren Ämter vertritt er unsere Verbindung hauptsächlich nach außen.
  • Sportwart (XX)
    Der XX (gesprochen ZweiX) ist verantwortlich für den Sport der Verbindung. Er plant die Ausgestaltung unserer Sporttermine, organisiert unsere eigenen Turniere hauptverantwortlich und kümmert sich um die Teilnahme an Turnieren innerhalb unseres Dachverbandes oder innerhalb Tübingens.
  • Schriftwart (XXX)
    Er verwaltet die Adressen der Arminen, protokolliert unsere Convente, erstellt das Semesterprogramm, pflegt unseren Kontakt zu den Alten Herren etc.
  • Fuxmajor
    Der Fuxmajor ist für die Einweisung und Betreuung neuer Füxe und Hausgäste zuständig. Er richtet die Fuxenstunden aus, in denen den Neuen unsere Verbindung, das Korporationswesen, die Stadt und die Uni näher gebracht werden. Für jeden, der sich für die Arminia interessiert, ist er der richtige Ansprechpartner.
  • Kassenwart
    Der Kassenwart hat den anspruchsvollen Job, über unsere Finanzen zu wachen. Er treibt Mitgliedsbeiträge ein und stellt sich meist recht knauserig an, wenn er mal Kohle rausrücken soll.

Die ATV Arminia zu Tübingen

Gründung: 25. April 1887 als Akademischer Turnverein

Herkunft: seit 19.06.1917 Akademische Turnverbindung Arminia

Farben: hellrot – weiß – karminrot

Wahlspruch: Furchtlos und Treu!

Feldgeschrei: Arminia sei's Panier!

Dachverband: Akademischer Turnbund (ATB) (Mitglied im DTB)

Bundeslied: „Ich kenn einen Wahlspruch“

Schwarzes Prinzip: farbenführend

Anrede im Haus: Duz-Comment

Art des Bundes: Männerbund

Stellung zur Mensur: nicht schlagend

Ausrichtung: politisch und konfessionell ungebunden

Universität: Eberhard Karls Universität Tübingen


ATB_Zirkel_2

Der Akademische Turnbund (ATB) wurde am 27. Juni 1883 auf der Schweizer Höhe bei Jena gegründet.
Da der ATB, wie alle anderen Verbindungen und deren Dachverbände, im Dritten Reich verboten war, wurde er am 5. Februar 1950, im Hause der Akademischen Turnverbindung (ATV) Marburg, wiedergegründet.
Er ist der Dachverband aller Turn- und Sportverbindungen Deutschlands (ATVen, ATSVen und ASVen). Außerdem gehören ihm Österreichische Turnverbindungen an.
Der ATB umfasst den Aktiven Bund (AB) - den Zusammenschluss der aktiven Verbindungen - und den Altherrenbund (AHB) - die Vereinigung der Korporationsaltherrenverbände -, sowie Ortsaltherrenverbände. Insgesamt sind im Aktiven Bund 38 Verbindungen organisiert.

Zur Internetpräsenz des Akademischen Turnbundes
FFFF_2

Der ATB ist als Landesturnverband des Deutschen Turner-Bundes (DTB).

Neben den gemeinsamen Turnieren, die sicherlich aus sportlicher Sicht das Wichtigste am ATB sind, werden auch gemeinsame Fortbildungsseminare organisiert und es herrscht ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Verbindungen.
Darüber hinaus stehen jedem Aktiven die Veranstaltungen aller Mitgliedsverbindungen offen. Sowohl theoretisch als auch praktisch stehen also jedem ATBer pro Semester mehrere hundert Termine zur Auswahl. Da kann unmöglich Langeweile aufkommen.
Oktoberfest bei der “ATV München”, Kieler Woche bei den “Ditmarsen” oder St. Paulibummel mit den “Hegelingern”, leider kann man nicht alles mitnehmen, aber trotzdem vieles. Der sogenannte “ATB-Tourismus” liegt im Prinzip der Gastfreundschaft unter Korporierten begründet, so dass einem überall ein Dach über dem Kopf gewährt wird.